KREISSCHULZENTRUM, OFFENBURG

hochbaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb

Susanne Seyfert
Matthias Seyfert

Rafael Pielorz, Leon Christopher Schlesinger, Paul Halbritter

Freianlagen: el:ch landschaftsarchitekten

12|2023 – 02|2024

aus dem ERLÄUTERUNGSBERICHT

STÄDTEBAU

Die Hansjakob-Schule, der Schulkindergarten »Wunderkind« und das Kreismedienzentrum werden an der Südseite des Baufeldes als Abfolge von Pavillons aufgereiht. Die neue Sporthalle wird an der Ostseite realisiert. Nach Abbruch der bestehenden Sporthalle kann der zentrale Platz gestaltet werden.

Zusammen mit dem Platz um die Kaufmännischen Schulen und die Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen entsteht ein Platzzwilling. Die Plätze sind an ihren Ecken verbunden. So entsteht ein diagonale Wegebeziehung Nordwest zu Südost.

Diese verbindet den neuen Sportpark und die öffentlichen Zugänge mit dem gesamtem Schulcampus.

Realisierungsbaustein 1 – Hansjakobschule und Schulkindergarten – wird zusammen mit Realisierungsbaustein 2 – Kreismedienzentrum – errichtet. Realisierungsbaustein 3 – Dreifeldsporthalle kann unabhängig von 1 und 2 entstehen.

ENTWURFSLEITENDE IDEE

Die Hansjakobschule wird als Abfolge von Pavillons an einer verbindenden Spange aufgefädelt. Die drei Pavillons im Westen sind eingeschossig, der östlichste Pavillon nimmt die Sonderfunktionen auf und ist zweigeschossig. Der Schulkindergarten mit dem darüberliegenden Kreismedienzentrum ist über ein Vordach mit der Spange verbunden. Die Zugänge zur Hansjakobschule, zum Schulkindergarten und zum Kreismedienzentrum liegen nah beieinander und formen eine eigene Eingangszone.

Von West nach Ost nehmen die Lernhäuser der Hansjakobschule auf:

  • Die 4 Klassen BBS und die 2 Klassen BVE.
  • Die 4 Klassen der Hauptstufe und nördlich der Spange die beiden zu den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen gehörenden Klassen.
  • Die 5 Klassen der Grundstufe und den Bewegungsraum.
  • Der Essens- und allgemeine Bildungsbereich und die öffentlichen Teile der Verwaltung und darüber die Fachräume und der interne Verwaltungsbereich.

Die Pavillons leben sehr stark vom Außenraumbezug. Sie stehen in den Bäumen. Die Fassade reagiert individuell mit geschlossenen, halb offenen und zu öffnenden Bauteilen. Die Spange verbindet die Pavillons.

Die Sporthalle begrenzt als eigenständiger Baukörper den Platz im Osten. Das Foyer und der Fitnessraum sind zum Platz offen.

UMSETZUNG – NACHHALTIGKEIT

Die Pavillons sind als leichte Holzbauten möglich. Als lowtech- Gebäude integrieren sie sich sensibel in den Landschaftsbestand. Die kleinteilige Nutzung spiegelt sich in der Ausformulierung der Gebäudehülle wider.

Die Turnhalle ist im erdverbundenen Teil massiv und darüber als Holzbau angedacht.