Offener zweistufiger Realisierungswettbewerb
Susanne Seyfert
Matthias Seyfert
Vinzent Wallner
Rafael Pielorz
Julia Erlinger
02|2023 – 04|2023
aus dem ERLÄUTERUNGSBERICHT
FUNKTIONALES KONZEPT – PIKTOGRAMM – RÄUMLICHE
UMSETZUNG:
Der Campus bündelt die Bildungsangebote der Diözese Linz. Um
Synergien zu nutzen, sollen die Räume der Lehre (ohne und mit
besonderer Anforderung) im Zentrum liegen und die Homebases
(KUL, PH der DL, Ausbildungsbegleitung, SOB+SPK) rundherum
andocken.
Dieses Organigramm wird räumlich umgesetzt, indem zentral im
Bestand alle Räume der Lehre saniert, adaptiert und erweitert
werden. Angedockt werden die Homebases. Im aufgestockten
und generalssanierten Bauteil B die Pädagogische Hochschule
der Diözese Linz PH DL. – Im Terrassenneubau die Katholische
Privatuniversität Linz KUL und die Schule für Sozialbetreuungsberufe
und das Kolleg für Sozialpädagogik SOB + SPK. Die
Homebase der Seelsorge, Ausbildungsbegleitung und der ÖHs
liegt zentral im Bestand im Südosten.
Die Kernfunktionen werden durch dienende öffentliche Funktionen
– Welcome Center, Campusmanagement und Bibliothek im
Bestand in Eingangsnähe – und durch dienende nichtöffentliche
Funktionen ergänzt – Facilitymanagement mit Nebeneingang im
Bestand im Nordosten. Die Mensa bekommt im Eingangsneubau
einen Ort an der Schnittstelle zwischen Campus und Stadt.
MODERNISIERUNGSKONZEPT IM BESTAND – DURCHWEGUNG
– AUFENTHALT UND BEGNUNG:
Durch Auslagerung von Funktionen in die neuen Gebäudeteile
wird Platz für die Erweiterung der Räume der Lehre. Die studentischen
Begegnungsflächen sind schon jetzt abwechslungsreich,
individuell, kleinteilig und im ganzen Gebäude verteilt. Diese Flächen
werden erhalten, saniert und deren Angebot vergrößert.
Die intuitive Orientierung im Bestand wird gestärkt. Sackgassen
werden zu Rundgängen geöffnet. Die vier zentralen Raumblöcke,
um die diese Rundgänge geführt werden, bekommen sich
voneinander unterscheidende Gestaltungen. 1 – Die Hörsäle
und 2 – Die Kapelle werden über Wandgestaltungen zu Orientierungsankern
im Gebäude. 3 – Der Innenhof wird als Outdoorlernbereich
gestärkt. 4 – Die Bibliothek im Schwimmbad und das
Sportzentrum wird zum sichtbarsten Zeichen der Transformation.
Die Dualität (alt zu neu, Bücher und Fliesen) wird zum Gestaltungsprinzip.
Fenster in den Gangwänden öffnen die Bibliothek
(die Lüftung wird neu organisiert, da sie in der für das Schwimmbad
nötigen Form nicht mehr benötig wird).
Sackgassen werden zu Rundgängen geöffnet.
Die zentrale Campusskulptur wird um vier Raumblöcke herum neu geordnet.
ARCHITEKTUR DER ERWEITERUNGEN:
Das Gesamterlebnis der zentralen Bestandsskulptur fassen zwei
lineare Baukörper – TerrassenNeubau und aufgestocktes Bauteil
B. Sie docken an die Skulptur an und sie haben eigene Eingänge.
Sie sind ruhig gestaltet, eigenständig und die Gesamtkomposition
rahmend. Der südliche Terrassenbau – Terrassierung durch
das starke Gefälle – verortet sich spielerisch mit der Wohnanlage
GuglMugl.
An der Nordostecke der Gebäudeskulptur ist diese mit dem Audimax
am meisten Skulptur. Der Haupteingang schafft die größte
Frequenz. Hier positioniert sich das neue Eingangsgebäude.
Die Treppenanlage des Haupteingangs wird zum Platz auf zwei
Ebenen umgestaltet. Halb unter freiem Himmel, halb durch den
Neubau überdacht entsteht eine Stadtterrasse. Der Neubau –
zweigeschossiger Winkel mit Sockelgeschoss – ist Mensa und
Vordach für den gesamten Campus. Die Küche – oben und darunter
der Essbereich – Es verspricht ein spannendes Gebäude
zu werden.
Außen angedockt rahmen zwei lineare Bauten (Neubau und aufgestocktes
Bauteil B) und ein die vorhandene Skulptur weiterdenkendes
Eingangsgebäude.
AUSSENRAUM:
Vom Grundstückszugang im Osten leite eine Kaskadentreppe hinauf
zur Stadtterrasse.
Die Homebases KUL, PH DL und SOB+SPK bekommen eigene
Eingänge. Individuelle Vorplätze verstärken die Sichtbarkeit der
Bildungseinrichtungen.
Die Zufahrten und Parkplätze können über Rasengitter entsiegelt
werden und so zur beiläufigen Erschließungsebene werden.
Die Anlieferung und Entsorgung der Mensa und des Facility Management
liegen unauffällig an der Nordseite des Grundstückes.