EU-weit offener Realisierungswettbewerb
Susanne Seyfert
Matthias Seyfert
Florian Dessl
Sebastian Wimmer
Florian Pommer
Tamara Türemis
09|2018 – 10|2018
Für eine gesamtheitliche integrative Bildungseinrichtung mit 12-gruppigem Kindergarten, 17 klassiger Ganztagesvolksschule, vier sonderpädagogischen Bildungsräumen, Turn- und Kreativräumen, Räume der Verwaltung und Nebenräumen ist ein Schulcampus+ zu entwickeln, welcher städtebaulich die Wohnbebauung zur Bahn abschließt und den vorhandenen Grünzug sowohl weiterführt als auch akzentuiert. Die sinnvolle Nutzung der bewegten Topografie wird erwartet. Der Campus soll zum Mehrwert für die gesamte Umgebung werden.
Ein Rücken zur Bahn verbindet drei Baukörper. Auf dem Mittleren betritt man den Campus zentral. Eine zweigeschossige Aula mit zwei angedockten Treppenhäusern ist zentrale Erschließung. Alle Biber, die Verwaltung und Sportflächen sind von hier erreichbar. Einfache intuitive Erschließung ist gesichert.
Der Rücken im Osten begleitet den Bahndamm, die drei Baukörper im Westen verzahnen sich mit der Landschaft. Es ergeben sich Freiräume zwischen den Baukörpern und auf diesen. Der Haupteingang mit Vorplatz liegt auf dem Mittleren. Nebeneingänge ergänzen im Sockelgeschoss. Nach Nordwesten wird der Vorplatz parkartig durchgrünt, er wird zum Quartiersspielplatz.
Die sechs Biber liegen an verschiedenen Stellen im Gebäude und haben unterschiedliche Ausrichtungen. Diese Eigenheiten sollen mit individueller Materialwahl und Ausführungen der Möbel und des Ausbaues herausgearbeitet werden. Allen gleich ist die Teilung in abschließbare Klassenräume auf der einen Seite und fließendem Raum auf der anderen Seite. Die Klassenräume geben Halt, der fließende Raum öffnet zum Freiraum. In runden Zylindern sind die Garderoben, WCs etc. untergebracht und strukturieren ohne Gangbildung. Die Biber liegen je nach Nutzung auf die Geschosse verteilt – Biber 2 und 3 teilen sich im Erdgeschoss eine Freifläche und der gemeinsame Therapiebereich liegt zwischen ihnen – Biber 5 und 6 liegen ganz oben, sie haben nur kleine Freibereiche.
Im Sockelgeschoss und Erdgeschoss des verbindenden Baukörpers sind die Funktionen Aula, Verwaltung, Therapie, Bibliothek und Kreativbereich ein- und zweihüftig mit vorgelagerten Terrassen attraktiv angelegt. Durch die Lage zwischen den Bibern, sind alle Wege kurz. Die Aula ist mit dem Saal zusammenschaltbar, Synergien können genutzt werden.
Unterhalb Biber4 liegen Sporthalle, Bewegungsräume, Nebenund Küchenräume. Die unterschiedlich hohen Räume sind kompakt ineinander geschachtelt. Die Belichtung von den Seiten ist optimal. Die Nähe zur Straße erlaubt Anlieferung ohne Störung des Schulbetriebes.
In der ersten Stufe des Wettbewerbes ist vieles noch offen und
vage. Was sich durchzieht und ausgebaut werden soll, sind -
Zwei Themen - die zusammen treffen, aufeinander reagieren,
ineinander verschmelzen.
Stringent angeordnete Klassenräume stehen in Spannung zum
fließenden Raum. Die Möblierung in diesen Bereichen wird das
thematisieren. Gebautes und Grünraum verschmelzen. Die Fassade
sind teilweise bewachsen und begrünt. Rund und Eckig begegnen
sich. Oberlichter, Sitzbänke, Baumscheiben, Raumzylinder
zu Gebäudekanten, Wandscheiben, Treppen ..usw.