NEUBAU VEREINSHAUS
HINTERSTODER

Robert Oberbichler

Aline Wolf
Thomas Schneider

09|2009 – 05|2011

ENTWURFSKONZEPT

Der Wille der Gemeinde, den Vereinen auch räumlich im Ortsgefüge einen derart prominenten Platz - im Ortszentrum war Vorgabe und Auftrag zugleich und bestimmte wesentlich auch den Entwurf des neuen Gebäudes. In seiner Lage definiert es mit der neuen Einsatzzentrale und der Hösshalle einen neuen öffentlichen Raum, den Platz der Vereine, neu, zeichnet in seiner Höhenentwicklung die gegebene Topographie des Geländes nach und bindet das Gebäude mit der gewählten Situierung des Eingangs an eine für den Ort wichtige fußläufige Quererschließung an.

Auch die innere Organisation nimmt neben rein funktionalen Gesichtspunkten auch auf die übergeordneten räumlichen Gesichtspunkten Rücksicht, öffentliche Bereiche orientieren sich in Richtung der öffentlichen Räume und immer wieder verbinden bewusst gesetzte Öffnungen den Innenraum mit ihrer Umgebung, schaffen Ausblicke aber auch Einblicke und verankern so den Innenraum im dörflichen Umraum wie auch im umgebenden grandiosen Naturraum, platzieren die Vereine inmitten ihrer räumlichen wie gesellschaftlichen Umwelt. Die Höhenentwicklung des Gebäudes, ein diagonal vom nordöstlichen zum südöstlichen Gebäudeeck ansteigendes Pultdach, erklärt sich aus der unterschiedlichen für die jeweilige Nutzung notwendigen Raumhöhe.

MATERIALITÄT

Nach Außen zeigt sich das Gebäude als klares, schroff kantiges Gebilde, dass selbstbewusst in seiner Umgebung seinen Platz einnimmt, aber ohne sich anbiedernd unterzuordnen. Es ist ein Gebäude unserer Zeit, mit einer Außenhaut aus Kupfer, die sich fünfseitig (vier Fassaden und eine Dachfassade) um das Gebäude wickelt und deren Verarbeitung Bezug auf traditionelle Schindelfassaden nimmt und neu interpretiert. Das neue Haus der Vereine für Bergrettung und die Trachtenmusikkapelle Hinterstoder als Produkt aus den räumlichen Erfordernissen seiner Nutzer, der notwendigen gegenseitigen Rücksichtnahme und Wertschätzung der Vereine und ihrer Mitglieder untereinander und seiner Lage und Stellung in und zu der dörflichen Gemeinschaft - der Einfügung in das Ortsbild, der bewusst gewählte prominente Standort, Ein- und Ausblicke und das unverwechselbare Äußere.