STADTTEILZENTRUM F6
FRANCKSTRASSE LINZ

geladener Wettbewerb

Dietmar Moser
Matthias Seyfert

Julia Grims
Kathrin Stöttner

Max Hackl (Modellbau)
Jörn Besser (Rendering)
Team GMI (Energiekonzept)
IBS (Brandschutzberatung)

09|2013 – 10|2013

ENTWURFSIDEE

Das neue Stadteilzentrum F6 steht als Tor zur Stadt am Schnittpunkt von Franckviertel und Viertel um das Designcenter. Das Einkaufszentrum unten: verbunden mit der Umgebung, kraftvoll aus dem Dunkeln strahlend. Das Bürozentrum oben: dynamischer Schwung, hell kristallin leuchtend.

EINKAUFSZENTRUM

Das Einkaufszentrum ist mit der Umgebung verknüpft. Der großzügige, gedeckte Haupteingang zur Kreuzung Franckstraße - Lastenstraße bildet zusammen mit der zukünftigen unterirdischen Straßenbahnhaltestelle ein neues städtisches Zentrum. Von diesem betritt man in das zweigeschossige Atrium – das Einkaufszentrum für das Franckviertel, die Neue Grüne Mitte, für die gesamte bisher unterversorgte Nachbarschaft. Das Einkaufzentrum füllt als dunkel glänzender, zweigeschossiger Baukörper das gesamte Grundstück. Die Geschäfte leuchten von innen heraus.

Das Bürozentrum steht als heller Baukörper auf dem Einkaufszentrum. Es steigt vom eingeschossigen Baukörper beim Eingang-Designcenter im Uhrzeigersinn an und endet im 18. Geschoss des Büroturms. Der Baukörper strahlt mit seiner kristallinen Fassade elegante Dynamik aus. Als Landmarke am Eingang zur Stadt gibt er dem ganzen Quartier Schwung.

Das Einkaufszentrum ist in viele Richtungen geöffnet. Dem Haupteingang über den großen, gedeckten Vorplatz zur Kreuzung Franckstraße - Lastenstraße ist der Ausgang der neuen unterirdischen Straßenbahn zugeordnet. Von der unter der Erde liegenden Haltestelle kann man auch direkt in das Einkaufszentrum spazieren. Richtung Designcenter gibt es einen weiteren Eingang mit Vorplatz. Zwischen den beiden Zugängen spannen sich außen wie im Atrium Restaurantflächen. Eine Win-Win-Situation für die Kunden, die Pausen und Erholungsflächen nah zum täglichen Einkauf finden und für die Restaurants, welche die notwendige Kundenfrequenz bekommen. Die Zufahrt zum neuen Zentrum funktioniert effizient und einfach an der Nordostecke des Grundstückes von der Franckstraße aus. Durch die zurückgezogene Tiefgaragenabfahrt unter das Gebäude ist auch im Stoßverkehr zügiges Zu- und Abfahren gewährleistet. Im Zentrum der Tiefgarage gibt es Rolltreppen um einen geschossübergreifenden Luftraum in das große Atrium des Einkaufszentrums. Anlieferung wie Entsorgung an der West Ecke des Gebäudes sind logisch und störungsfrei.

Auf der unteren Ebene des Einkaufszentrums liegt der große Lebensmittelmarkt, zwei Restaurants, Buchhandel, Sportgeschäft und einige kleinere Geschäfte. Über Rolltreppen und Lifte ist die obere Ebene angebunden und ergänzt das Angebot um Textil, Schuhe, Drogerie, wiederrum Sport, Schmuck und Optiker, sowie zwei Restaurants. Verbindendes Herz ist der zweigeschossige, lichtdurchflutete Luftraum. Es gibt Platz zum Verweilen und sich Treffen, Platz um in verschiedenen Angeboten zu stöbern oder Platz um einfach noch schnell den Einkauf zu erledigen.

BÜRONUTZUNG

Die Büros betritt man über zwei Eingänge von der Kreuzung aus oder über einen Eingang Richtung Designcenter. Es gibt jeweils ein freundliches Foyer mit Empfang und Wartezone. Die beiden Eingänge von der Kreuzung bedienen die Stiegen C, D und E, der Eingang zum Designcenter bedient Stiege A und B. Die Verteilung auf die verschiedenen Stiegenhäuser erfolgt auf der ersten Ebene über dem Einkaufszentrum. Hier sind auch Pausen und Meetingzonen vorgesehen. Diese Zone ist zwischen Stiege C und D im Südwesten als dreigeschossiger Luftraum ausgebildet. Attraktiver Zugang zu den Büros, markante Adressbildung mit Aufenthaltsqualität, vielfältig sind die entstehenden Qualitäten. Zwischen Stiege A und B gibt es diese Zone in variierter Art im ersten und vierten Bürogeschoss.

Der schnelle Zugang von der Garage ist jeweils direkt in die Stiegenhäuser mit Lift möglich, nur bei Stiege D muss durch die unterirdische Bimhaltestelle im Zwischengeschoss umgestiegen werden.

Die Büroflächen haben eine mittlere Trakttiefe, was Nutzung als Einzelraum-, Großraum- oder Kombibüro ermöglicht. Die Zugänge gliedern in überschaubare Einheiten. Die Büros im Turm liegen um einen innenliegenden Stiegenkern. Die Anbindung an die Infrastruktur ohne Einschränkungen auf den Ausblick wird möglich.

FASSADE

Die Fassade des Einkaufszentrums ist als dunkel emaillierte Glasfassade mit eingestreuten Schaufenstern und Reklamefeldern geplant. Nach außen gibt es wenige Öffnungen um den Wärmeeintrag zu minimieren. Die natürliche Belichtung erfolgt zentral über die Atriumverglasung. Die Fassade der Bürogeschosse hat an der inneren Schale Fensterbänder mit Parapete, die flexible Möblierung und ökonomische Verkabelung der Arbeitsplätze sicher stellen. Die äußere Schale ist eine in horizontalen Bändern, geknickte Einfachverglasung, welche Wind und Regen abhält und dem Gebäude seine markante Kristallgestalt gibt. Zwischen innerer und äußerer Schale ist ein Sonnenschutz eingebaut, welcher Überhitzung effektiv verhindert. Dieser Zwischenraum ist für Reinigungs- und Wartungszwecke begehbar. Der Zwischenraum ist von unten nach oben farblich heller werdend behandelt. So wird die aufsteigende und leichte Eleganz des Turmes noch unterstützt.

Das Gebäude ist in Bauabschnitten errichtbar. Auf dem Sockelgeschoss mit dem Einkaufszentrum und der Tiefgarage sind drei Bauabschnitte möglich: Turm, Bürotrakt bei den Gleisen, Bürotrakt zur Franckstraße.